Förderungen für Handwerker

Förderungen für Handwerker – was gibt es für Start-ups/Übernahmen/Ausbau?

Wussten Sie eigentlich, dass Ihnen als Handwerker zahlreiche Fördermittel zustehen? Wenn nicht, sollten Sie sich diesen Ratgeber bis zum Schluss durchlesen. Sie erfahren, welche Förderungen Sie in Anspruch nehmen können, woher sie stammen und um wie viel Geld es sich dabei handelt. Allerdings ist es gar nicht so einfach, sich bei den vielen Förderungen zurechtzufinden, erst recht nicht, wenn Sie noch keine oder kaum Erfahrungen damit gesammelt haben. Außerdem müssen Sie das beziehungsweise die passenden Förderungen finden. Wir erklären Ihnen, welche Förderungen möglich sind und wo Sie diese beantragen können. Verschenken Sie kein Geld und fordern Sie das an, was Ihnen als Handwerker zusteht.

Wo können Sie Förderungen beantragen?

Um einmal zu schauen, welche Förderungen es für Sie speziell gibt, können Sie sich bei der Handwerkskammer umschauen, die für Ihr Bundesland zuständig ist. Am besten gehen Sie dort auf die Website und überprüfen die Auflistungen zu den Förderungen. Des Weiteren ist dort auch vermerkt, welche Förderungen es nur in Ihrem Bundesland gibt. Es ist nämlich so, dass sich diese von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.

Zudem können Sie sich auch bei Ihrer Bank erkundigen, welche Förderungen Sie in Anspruch nehmen können. Lassen Sie sich dort ausführlich beraten, denn Ihre Bank kennt sich vermutlich schon mit Ihrer finanziellen Situation aus und kann herausfinden, welche Angebote für Sie vorhanden sind. So können Sie zum Beispiel eine Förderung der KfW nutzen. Alternativ dazu auch Fördermittel Ihres Bundeslandes. Sobald Sie das passende Angebot gefunden haben, können Sie die Anträge über die Bank stellen. Die freundlichen Mitarbeiter werden Sie vermutlich dabei unterstützen, denn es ist häufig gar nicht so einfach, sich durch die Anträge zu kämpfen. Es ist außerdem möglich, einen Mikrokredit zu beantragen. Das machen Sie bei einem Mikrofinanzinstitut.

Was für Förderungen gibt es für Handwerker?

Welche Förderungen speziell für Sie geeignet sind, ist davon abhängig, in welcher individuellen Situation Sie sich mit Ihrem Betrieb befinden. Stehen Sie noch am Anfang? Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit den jeweiligen Förderungen und wie möchten Sie vorgehen? Alle Fragen sollten Sie zunächst für sich beantworten. Es gibt drei Kategorien, die Förderungen für Sie ermöglichen können.

Wenn Sie ein Existenzgründer sind, steht Ihnen als Handwerker finanzielle Unterstützung zu. Diese sollten Sie also unbedingt anfordern. Darüber hinaus können Sie auch eine Starthilfe beantragen, die Sie als Gründungsberatungen nutzen können.

Für Weiterbildungen gibt es staatliche Zuschüsse. Diese gelten auch für Coachings. Förderungen erhalten Sie zum Beispiel dafür, wenn Sie Ihren Meister machen möchten. Damit noch nicht genug, erhalten Sie auch Fördermittel, wenn Sie sich bezüglich Digitalisierung oder in betriebswirtschaftlicher Hinsicht weiterbilden wollen.

Für laufende Betriebe werden ebenfalls Förderungen angeboten. Sie möchten mit Ihrem Unternehmen expandieren? Beantragen Sie Förderungen dafür. Auch in schwierigen Phasen können Sie sich als Unternehmer unterstützen lassen, damit Sie diese überstehen können. Dazu erhalten Sie staatliche Darlehen mit niedrigen Zinsen.

Mögliche Förderungen im einzelnen

Sie haben eine Meisterausbildung abgeschlossen? Dann können Sie einen Meisterbonus oder eine Meistergründungsprämie beantragen. Gefördert wird die Übernahme oder Gründung eines Betriebes. Die Förderung erhalten Sie von Ihrem Bundesland. Fertig ausgebildete Handwerker können sich durch Aufstiegs-BAföG unterstützen lassen, beispielsweise zur Vorbereitung für Ihre Meisterprüfung. Sie erhalten dabei Zuschüsse für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.

Sie erhalten als Gründer Arbeitslosengeld I? Beantragen Sie einen Gründungszuschuss bei Ihrer Agentur für Arbeit. Gefördert wird die Sicherung Ihres Lebensunterhaltes während der Gründungszeit in Form einer befristeten Weiterzahlung von Arbeitslosengeld. Als Gründer können Sie den ERP-Gründerkredit in Anspruch nehmen, der von der KfW kommt. Gefördert werden damit Betriebsmittel und Investitionen durch Kredite mit niedrigen Zinsen mit maximal 125.000 Euro. Kleinunternehmer und Gründer erhalten Förderungen aus den Mikrofonds Deutschlands für Stabilisierung, Investitionen und zur Vorfinanzierung. Der Kredit bis zu 25.000 Euro wird stufenweise ausgezahlt.

Sie haben eine duale Berufsausbildung abgeschlossen und sind nicht älter als 25 Jahre? Dann beantragen Sie ein Weiterbildungsstipendium bei der Stiftung Begabtenförderung. Das Geld unterstützt Sie bei Weiterbildungen. Die Zuschüsse in Höhe von bis zu 8.100 Euro müssen nicht zurückgezahlt werden. Betriebe, die weniger als 100 Beschäftigte haben, können am Förderprogramm Go-Digital teilnehmen und sich in Sachen Online-Strategien beraten lassen. Dafür erhalten Sie Zuschüsse für die Kosten. Außerdem können solche Betriebe auch bei Go-Inno Förderungen für die Beratung in der Kategorie Innovation beantragen. Sie erhalten Gutscheine für die Beratung.

Als Existenzgründer können Sie bei Handwerk und Wissenschaft für handwerkliche Innovationen an einem Wettbewerb teilnehmen. Hier erwarten Sie ein Gewinn in Höhe von 25.000 Euro. Nicht zuletzt gibt es für Handwerksbetriebe auch Bürgschaftsprogramme, die für Betriebserweiterungen, Geschäftsübernahmen oder Existenzgründungen und weiteres gedacht sind. Dabei handelt es sich um Bürgschaften im Falle von Ausfällen bei Krediten. Die Höhe unterscheidet sich je nach Bundesland.

Fazit zu Förderungen für Handwerker

Wie Sie nun erfahren haben, gibt es zahlreiche Fördermittel für Handwerker, die Sie auf die individuellen Anforderungen und der Situation Ihres Betriebes anpassen können. Wir empfehlen Ihnen diese zur Unterstützung zu beantragen.